Schlagwort-Archiv: CV Westerwald

Chorverband Westerwald – Sängergruppe West zeichnete verdiente Chormitglieder aus

Beim Ehrungsabend des Chorverbandes Westerwald in der Sängergruppe West sind insgesamt 46 Sängerinnen und Sänger für langjährige aktive Mitgliedschaft geehrt worden. Mit dem Ehrungsbeauftragten Hermann-Josef Steinebach begrüßte Andreas Veith die erschienenen Sängerinnen und Sänger mit ihren Lebenspartnern im Ratssaal der Verbandsgemeinde Wirges.
In seinem Grußwort hob Andreas Weidenfeller, Stadtbürgermeister von Wirges, die Notwendigkeit ehrenamtlichen Handels für die Gesellschaft und die Bedeutung des Chorgesangs in der Kulturlandschaft hervor. Die musikalische Umrahmung übernahm der Pianist und Kantor der Wirgeser evangelischen Gemeinde, Tomek Glanc. In seiner Laudatio führte Andreas Weidenfeller aus, dass Ehrungen für eine langjährige aktive Sangestätigkeit ein etwas altmodischer Begriff für etwas sei, das heutzutage immer seltener vorkommt. Nämlich sich aktiv für ein Ehrenamt engagieren, sich einbringen für die Gemeinschaft und das gemeinsame Hobby, dem Chorgesang. „Bei einer solchen Ehrung kommen Jahrhunderte an gelebtem Chorgesang zusammen. Jahrhunderte, die von einem besonderen Idealismus und einer Begeisterung für die Sängersache zeugen. Das war vor 25, 40, 50 oder gar 60 Jahren noch selbstverständlich, wenn nicht sogar Verpflichtung“. Mittlerweile hätten sich die Zeiten geändert oder besser, die Menschen hätten die Zeiten geändert. Weidenfeller fügte hinzu „Da ist ein Einsatz für die Gemeinschaft nicht mehr up to date, und das Eigeninteresse steht immer mehr im Vordergrund. Dass der Gedanke des gemeinsamen Singens, miteinander die Freude am Singen rüberbringen, weiterhin so präsent ist, zeigt, dass Chorgesang lebt und sich weiterentwickelt, wenn auch in anderen Strukturen“.
Anschließend hoben die jeweiligen Vorsitzenden der Vereine, in denen die Jubilare zur Zeit singen, die Verdienste jeder einzelnen Sängerin und jedes einzelnen Sängers hervor und Hermann-Josef Steinebach überreichte die für das jeweilige Jubiläum vorgesehenen Ehrennadeln oder Anstecker und Urkunden des Deutschen Chorverbandes bzw. Chorverbandes Rheinland-Pfalz. Mit dem Sängergruß endete der offizielle Teil einer würdigen Ehrungsveranstaltung. Den Abend ließ man bei dem ein oder anderen Getränk und einem kleinen Imbiss mit anregenden Gesprächen, auch über die chorische Entwicklung in den Chören und die Zukunft des Chorgesangs allgemein ausklingen.

Zahlreiche Ehrungen wurden auch beim Ehrungsabend des Chorverbandes Westerwald in der Sängergruppe West vorgenommen.
Zahlreiche Ehrungen wurden auch beim Ehrungsabend des Chorverbandes Westerwald in der Sängergruppe West vorgenommen.

Chorverband Westerwald – Ehrungsfeier der Sängergruppe Ost im Chorverband Westerwald

Im Rahmen der jährlichen Ehrungs-Feierstunde ehrte die Sängergruppe Ost des Chorverbandes Westerwald am Sonntagnachmittag ihre Jubilare. Dazu hatte die Sängergruppe in das Bürgerhaus nach Nentershausen eingeladen. Die Jubilare und ihre Begleitung wurden vom gastgebenden MGV „Eintracht“ Nentershausen bestens betreut. Nach der musikalischen Begrüßung durch den heimischen Chor wies Richard Müller von der Sängergruppe Ost in seinen einführenden Worten darauf hin, dass eine langjährige aktive Sangestätigkeit in der heutigen, schnelllebigen Zeit nicht mehr selbstverständlich ist. Bei einer solchen Ehrung kommen Jahrhunderte gelebtem Chorgesang zusammen, geprägt und geleitet von Idealismus und Begeisterung für dieses schöne Hobby. Gerade in der heutigen Zeit, in der Eigeninteressen immer mehr in den Vordergrund gelangen und Engagement in und für die Gemeinschaft immer seltener und schwieriger werden, gilt es ein solches langjährige Wirken zu würdigen und herauszustellen.
Der Vorsitzende des Chorverbandes Westerwald, Alfred Labonte, wies darauf hin, dass im Rahmen dieser Ehrung fast 2.500 Jahre Spaß am Chorsingen zu Buche stehen und zwei Jubilare für 70 Jahre aktives Singen geehrt werden. Die gewachsenen und traditionsreichen Chöre im Westerwald leisten sehr viel für die Gesellschaft und das Kulturleben in unseren Dörfern, sie waren meist die ersten Kulturträger und sind auch heute noch oft die Einzigen die ein aktives Kulturangebot machen. Deshalb sei die Politik gut beraten das Chorsingen zu fördern und für die Zukunft weiterzuentwickeln. Auch heute noch haben die Chöre eine sehr wichtige Funktion, geben dem Jugendlichen, der eine Orientierung sucht, einen Halt, genauso eine Heimat den Menschen die im Ruhestand eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung suchen. Darüber hinaus habe das Chorsingen einen nachweisbaren Gesundheitsaspekt und wirke den zunehmenden psychischen Krankheiten entgegen.

In den anschließenden Ehrungen durch den Ehrungsbeauftragten des Chorverbandes Westerwald, Herrn Hermann-Josef Steinebach, wurden 34 Jubilare für 25, 40, 50, 60, 65 und 70jähriges aktives Singen und für langjährige Vorstandsarbeit mit dem Aushändigen von Ehrungsnadeln und Ehrungsurkunden des deutschen Chorverbandes und des Chorverbandes Rheinland-Pfalz geehrt. Durch dieses langjährige aktive Singen wird beste Werbung für das Chorsingen gemacht. Wenn jemand 25, 40 oder gar über 50 Jahre im Chor singt tut er das, weil ihm dies Spaß macht. Überzeugender kann man eine Werbung für eine erfolgreiche Sache nicht zum Ausdruck bringen. Die Ehrungsfeier wurde noch vom in Nentershausen weilenden holländischen Gastchor, dem Männerchor De Troubadours, musikalisch umrahmt, der noch einige Gesangsbeiträge zum Besten gab. Jeder Jubilar wurde von den/der Vorsitzenden des heimischen Vereines vorgestellt und seine Verdienste in den langen Jahren des Wirkens herausgestellt. So wurde deutlich, dass hier nicht nur langjährige Sangestätigkeit gegeben war, sondern dass fast jeder Jubilar darüber hinaus auch über Jahre Verantwortung im Rahmen von Vorstandstätigkeit übernommen hat.

Die Ehrenden und Geehrten der Sängergruppe Ost des Chorverbandes Westerwald beim Gruppenfoto.
Die Ehrenden und Geehrten der Sängergruppe Ost des Chorverbandes Westerwald beim Gruppenfoto.

Chorverband Westerwald – Sängergruppe Süd – Workshop-Tag

In Zusammenarbeit mit dem Gemischten Chor Stahlhofen führt die Sängergruppe Süd am 16. Juli 2016 einen Workshop „Gemischter Chor“ durch. Unter dem Slogan „Gönne Dir einen Tag Auszeit, denn Singen ist Wellness für die Seele“ sind alle eingeladen, die Freude am Singen haben und offen für neue Erfahrungen sind. Dr. Markus Detterbeck (Autor, Chorleiter, Dirigent, Komponist, Referent und Schulmusiker und einer der erfolgreichsten Workshopleiter – hat bereits 2012 die jungen Sängerinnen und Sänger im Workshop „Jugendchor“ der Gruppe Süd in Niederelbert begeistert) und Konstantin Funk (seit 2012 Chorsänger bei dem überaus erfolgreichen Ensemble „vocapella“ aus Limburg – 1. Preis, Sonderpreis und Kategoriesieg beim Deutschen Chorwettbewerb 2014 in Weimar – und studiert Evangelischen Theologie, Klavier und Gesang an der Hochschule in Mainz und leitet derzeit drei Chöre im Raum Limburg-Westerwald).

gestalten einen Workshop-Tag unter dem Motto „Move and Groove: Singen bewegt – vom warm up bis zur Bühnenpräsenz“. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen Stimmbildung und Singerfahrungen mit dem ganzen Körper. Nach einem Kaffeeempfang und einer Begrüßung werden Proben, unterbrochen von kurzen Pausen und einem Mittagessen, im Fokus der Arbeit stehen. Als Ausrichter konnte der GC Stahlhofen gewonnen werden, sich um die Abwicklung und das leibliche Wohl der Teilnehmer kümmert. Die Ergebnisse des Tages werden nach Abschluss der Probearbeiten um 19:00 Uhr in einem Konzert präsentiert.

Kontakt: Chorverband Westerwald e.V., Alfred Labonte, Westerwaldstr. 7, 56412 Horbach, Tel. 06439/57107 od. 0151/18213737; email: alfred.labonte@t-online.de – Informationen auch unter www.chorverband-westerwald.de

Chorverband Westerwald – Seminar Vereinsmanagement und -recht

Der Chorverband Westerwald ist bemüht, seine Chöre und Vereinsvorstände bei Ihrer Arbeit zu unterstützen. Dazu gehört natürlich auch der administrative Bereich. Deshalb wird dieses Fortbildungsseminar angeboten. In vielen Chören stellen sich erfreulicherweise auch junge oder noch unerfahren Sangeskollegen/innen für die Mitarbeit im Vorstand zur Verfügung. Nicht immer hatten diese die Gelegenheit die „Basics“ der Vereinsarbeit im Vorfeld zu erlernen. Unabhängig davon wurde das Thema ausgewählt, um auch „alte Hasen“ zu beraten, denn unsere Chöre stehen heute mehr denn je im Wettbewerb zu vielfältigen Freizeitangeboten und sollten auch in diesem Bereich mithalten können.

Der Seminartag umfasst zwei Seminare. Er findet am 2. April 2016 – Ort wird noch festgelegt – jeweils vormittags und nachmittags statt, so dass die Teilnehmer wechseln können und beide Seminare besuchen.

Seminar 1
befasst sich mit den Rechtsbereichen, die im Vereinsalltag relevant sind. Ziel des Seminars ist es, die Teilnehmer mit juristischen Begrifflichkeiten vertraut zu machen. Themen sind Satzung, Haftungsfragen, steuerliche Behandlung und Chorleitervertrag.

Seminar 2
Teilnehmer arbeiten zu den Rahmenbedingungen der Vereinsführung und Vorstandsarbeit. Hier geht es um Werkzeuge und Strukturen, diese zu gestalten. Dabei bietet sich die Gelegenheit, sich auch über Erfahrungen auszutauschen.

Der Tag schließt mit einer Diskussionsrunde mit den Referenten und Vertreter unseres Chorverbandes zur den Herausforderungen für die Chöre und Lösungsansätzen.

Die Referenten:

Johannes Pfeffer studierte Musikwissenschaft und Erwachsenenbildung in Tübingen, sowie Kulturwissenschaft und Kulturmanagement in Ludwigsburg. Seit 2008 ist er in den Gremien des Schwäbischen Chorverbandes aktiv, seit 2012 ist er stellvertretender Bundesvorsitzender der Deutschen Chorjugend, seit 2014 Vorsitzender der Chorjugend im Schwäbischen Chorverband.

Christian Heieck ist seit 1978 Rechtsanwalt und führt eine Anwaltskanzlei in Altensteig. Seit Schülerzeiten sorgt er als Bass für Sicherheit im Chor. Als Justiziar des Deutschen Chorverbandes und Schwäbischen Chorverbandes sorgt er für Sicherheit in rechtlichen Fragen. Er ist Vizepräsident des Schwäbischen Chorverbandes und stellvertretender Vorsitzender der Stiftung Singen mit Kindern.

Kontakt: Chorverband Westerwald e.V., Alfred Labonte, Westerwaldstr. 7, 56412 Horbach, Tel. 06439/57107 od. 0151/18213737; email: alfred.labonte@t-online.de

Chorverband lässt den Westerwald singen

Fusionskonzert Katholische Kirche von Hachenburg war Schauplatz für klassische Werke und zeitgenössische Kompositionen „Der Westerwald singt“.  Unter diesem Motto stand das zweite Fusionskonzert des Chorverbandes Westerwald, das in der katholischen Kirche von Hachenburg ein breites Spektrum der hiesigen Chorszene zum Klingen brachte. Männerchöre, Frauenchöre und gemischte Chöre, vom Oktett bis zum 35-köpfigen Ensemble, machten deutlich, welchen Stellenwert der Chorgesang im Westerwald einnimmt. Im Mittelpunkt der Soiree in dem Hachenburger Gotteshaus stand das Genre der Kirchenmusik. Das Repertoire reichte von klassischen Werken über Gospelsongs bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen.

Der Chorverband Westerwald sieht sich der Chortradition ebenso verpflichtet wie dem Bestreben, Innovationen einen breiten Raum einzuräumen. Männerchortradition zelebrierte der 1929 gegründete MGV Liederkranz Berod mit seinem Dirigenten Mario Siry.  Der „Jüngste“ im Bunde, das „Projekt Männerchor-Ensemble“, wurde eigens für das Fusionskonzert in Hachenburg ins Leben gerufen. Die 18 Männer um ihre Chorleiterin Lieselene Schlaug-Pfeiffer sollten die Lust zum Mitsingen wecken.

Der Verbandsvorsitzende Alfred Labonte freute sich über ein voll besetztes Gotteshaus. Das zeuge davon, dass die Idee des fusionierten Chorverbandes, die Chorszene im Westerwald zusammenzuführen, auf fruchtbaren Boden gefallen sei, so Labonte.

Ein hervorragender Klangkörper in der Gattung der gemischten Chöre war der Kirchenchor „Cäcilia“ Dreikirchen, der mit seinem Chorleiter Wolfgang Tüncher vom ausdrucksstarken Gotteslob („Laudate“ von Nysted) bis zur Hommage an Jerusalem (Fritz Ihlau), bei der sich Yvonne Fritsch als Sopransolistin empfahl, dem geistlichen Liedgut seine Referenz erwies. Dem gemischten Chorgesang sehen sich auch die „Mixed Allegro Singers“ mit Lieselene Schlaug-Pfeiffer an der Spitze verpflichtet. Die Chorleiterin dieses Chores hat mit dem Oktett „Happy Voices“ Müschenbach (vier Frauen- und vier Männerstimmen) ein weiteres Ensemble etabliert, das in Hachenburg durch einen ausgefeilten Gesang bestach.

Es ist ein Vorzeigeensemble in der Frauenchorszene, nicht nur im Chorverband Westerwald: Die Damen von Heiligenroth um ihren Leiter Werner Blatt haben das in Hachenburg mit ihren Beiträgen eindrucksvoll unter Beweis gestellt. „Hirtscheider Klanghäppchen“, nennen sich zwölf Frauen mit Ulrich Schoenholtz an der Spitze. Was die Sängerinnen zum Vortrag brachten, war mehr als bloß ein Häppchen Gesang. Das war ein schmackhaftes Menü à la Frauenchor.

Als Vertreter der Männerchorgattung bewegte sich der MGV Luckenbach (Dirigent Bruno Müller) auf den Pfaden traditioneller Chorliteratur. Mit Mario Siry an der Spitze zelebrierten die Sänger des MGV Liederkranz Berod, der seinen hohen Leistungsstand eindrucksvoll unter Beweis stellte, wohlklingendes geistliches Liedgut, mit dem das „Kirchenkonzert mit Überlänge“ in Hachenburg dann auch ausklang.

Der junge Chorverband wurde damit seiner Intention gerecht: die Chorszene im Westerwald singend zusammenzuführen. Da durfte es auch schon mal etwas mehr sein, denn jeder teilnehmende Chor wollte natürlich das, was er zu leisten vermag, nachhaltig unter Beweis stellen.